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Wie lege ich mein Geld am besten an?

Posted on:20. Oktober 2015

Author:Markus Köhler

Category:Börse

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Jeder sollte sich diese Frage stellen – aber leider gibt es laut Statistiken zu viele Leute, die sich mangels Interesse oder mangels Wissen nicht gewissenhaft um eine vernünftige, rentable und sichere Geldanlage bemühen.

Rentabel und sicher – das sind zwei Attribute, die auf jede Geldanlage zutreffen sollten, vor allem wenn man für die Altersvorsorge sparen, das Geld schon zum Vererben zurücklegen, oder anderweitig langfristig Erspartes zur Seite legen möchte.

Schauen wir uns daher mal die Verteilung auf die verschiedenen Anlageformen im Detail an:

  • 52% der Deutschen haben ihr Geld auf einem Sparbuch
  • 50% in einer Lebens- oder privaten Rentenversicherung
  • 49% auf einem Tagesgeldkonto
  • 41% in einem Bausparvertrag oder -plan
  • 32% in Fondsanteilen
  • 17% in Sparbriefen
  • 16% in Aktien
  • 15% in Festgeld
  • 4% in Gold oder Gold-Zertifikaten

Nun stelle ich mal die Behauptung in den Raum: 52% davon haben ihr Geld mehr oder weniger vernünftig angelegt. Und nein, es sind nicht die 52% in Sparbüchern investierte Bundesbürger! Aber was davon ist denn dann eine „vernünftige“ – also rentable und sichere – Geldanlage? Das wird hoffentlich ein wenig deutlicher, wenn wir uns die Rentabilität der einzelnen Anlageformen im Detail ansehen.

Auf dem Sparbuch gibt es laut einem Vergleich zwischen 0,01 und 1,00% Zinsen pro Jahr. Lebensversicherungen bieten eine Rendite von rund 6%. Bei Rentenversicherungen liegen wir, wenn die Einzahlungsdauer gleich der Auszahlungsdauer ist, auch bei rund 6%. Umso länger man einzahlt, umso geringer ist im Durchschnitt die Rendite. Bei Tagesgeld liegen wir zwischen 0,01 und 1,25% pro Jahr. Ein Bausparplan bietet zwischen 1,12 und 2,63% im Jahr. Sparbriefe liegen dazwischen mit 2,27 % im Durchschnitt pro Jahr, genauso wie Festgeld mit 1,3 % im Durchschnitt pro Jahr.

„War früher mal mehr, aber wenigstens noch etwas“ könnte man sich fast denken. Das ist aber leider ein Trugschluss. Denn eine Sache haben wir bisher noch gar nicht betrachtet: die Inflation, also die Geld-Entwertung. Die Nominal-Inflation liegt je nach Quelle aktuell bei etwa 0,1 % – das heißt, jeder beliebige Geldbetrag wird pro Jahr um 0,1 % „weniger wert“: man kann sich mit dem selben Betrag weniger kaufen, da die Produkte teurer werden.  Aber neben dieser Inflation, die eigentlich nicht die wirkliche Inflation, sondern der vom Statistischen Bundesamt berechnete Verbraucherpreis-Index ist (Stichwort „Warenkorb“) – gibt es noch die tatsächliche Inflation, also die Geldentwertung unter Betrachtung der Kostenentwicklung sämtlicher Konsumgüter.

Aufgrund der Bandbreite der Werte zur Berechnung lässt sich die „echte“ Inflation nur schwer beziffern. Focus Money geht etwa für 2012 von rund 6 % aus (übrigens ein sehr guter Bericht von Max Otte, renommierter Wirtschaftsprofessor), FinanzFinder24 spricht von 2,5 %. Das macht zwar beides Sinn, da die Berechnungen unterschiedlich sind, aber liefert uns eben schwer vergleichbare Werte. Nehmen wir fairerweise mal den Durchschnitt der beiden, also in etwa 4,3 %. Das würde bedeuten, dass das Geld, welches man auf einem Sparbuch hat, jährlich mehr als 3,3 % seines Wertes verliert. Tagesgeld wird mehr als 3 % weniger wert, bei Bausparen, Sparbriefen und Festgeld verlieren wir im Mittel circa 2,5% des Geldwertes. Selbst Lebens- und Rentenversicherungen können die Realinflation selten ausgleichen; denn umso länger das Geld bei dem Zinssatz herumliegt, umso mehr wird es auch aufgefressen von der zum Teil sehr stark schwankenden Inflation.

Die Inflation ist eine der perfidesten Formen der Enteignung der kleinen Sparer ohne Sachwerte.

(Angela Merkel, Bundeskanzlerin)

 

Frau Dr. Merkel hat uns damit schon vorgegeben, worauf es wirklich ankommt: Den Wert seines Geldes kann man am Besten erhalten, indem man in Sachwerte investiert. Doch was sind denn eigentlich Sachwerte? Das sind sämtliche Anlageformen, auf die ich hier noch nicht weiter eingegangen bin: Fondsanteile, Aktien und Gold – zusätzlich dazu noch Immobilien, die in oben zitierter Statistik nicht auftauchen.

Der Sachwert bezeichnet den von Wirtschaftsgütern (z. B. Häusern, Grundstücken, Schmuck, Maschinen) verkörperten Gebrauchswert, der unabhängig von Geldwertschwankungen (Inflation) ist.

(Wikipedia: Sachwert)

 

Die Geldwertschwankungen sind hier der springende Punkt. In Sachwerte investiertes Geld verliert (grob gesagt) nichts von seinem Wert im zeitlichen Verlauf, genaueres schreibt das Handelsblatt. Das heißt, Rendite von Fonds bzw. Aktien oder Kursgewinn von Gold kann 1:1 mitgenommen werden (abzüglich Steuern bei Verkauf).

Der DAX (deutsche Aktien-Index) verzeichnet pro Jahr ein Plus von im Durchschnitt 9 %, das bedeutet, in deutsche Aktien angelegtes Geld vermehrt sich pro Jahr um 9 %. Auch beim Dow (Jones, amerikanischer Aktien-Index) reden wir von ungefähr 9 % Plus im Durchschnitt pro Jahr. Natürlich haben Aktien-Kritiker nicht unrecht mit ihren mahnenden Worten, man könne an der Börse sein gesamtes Geld vernichten, das Risiko wäre zu hoch, die Rendite zu niedrig, etc.pp. Aber wenn man weiß was man tut, oder wenn man gut angeleitet wird, ist die Börse definitiv ein Ort zum langfristigen Vermögens-Aufbau.

Eine sehr unkomplizierte und stressfreie Möglichkeit, sein Geld werterhaltend oder sogar gewinnbringend an der Börse zu investieren, ist der BCDI, den ich separat im Detail erläutere.

 

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