Zu schön um wahr zu sein – Teil 2

Teil 1

Dann war es so weit: Die Sommerferien waren endlich da. Freitags wollte ihre Mutter sie zu ihm fahren. Sie hatten vereinbart, dass sie ihn dann zu sich nach Hause mitnehmen würden, wo er eine Woche bleiben dürfte, bis sie ihn wieder nach Hause brächten. Die beiden waren aufgeregt wie noch nie; es war genauso seine erste Beziehung wie ihre. Donnerstag auf Freitag Nacht konnte er überhaupt kein Auge zumachen, sein Puls war in höchsten Höhen, an Entspannung war nicht zu denken – ihr ging es ähnlich. Seine Koffer standen schon lange fertig gepackt in seinem Zimmer. Der lange ersehnte Tag war endlich da. Endlich könnten sich beiden sehen, umarmen, fühlen. Es war ein unglaubliches Gefühl, diese Erwartung. Ihre Mutter beschwerte sich schon im Auto, dass sie ihm quasi minütlich SMS schrieb, aber davon ließ sie sich nicht abbringen. Als dann ihre SMS kam, in der sie ihm mitteilte, dass se schon im Ort wären, rannte er auf die Straße, lief ganz nervös mit Herzrasen auf und ab, und hatte schon Angst er würde hyperventilieren. Da kam endlich das Auto mit ihrem Kennzeichen, das er schon kannte und natürlich erkannte, die Straße herauf gefahren. Für ihn stand einen Moment lang die Welt still, er konnte gar nicht glauben, dass dieser Moment Wirklichkeit war. Wieder geistesgegenwärtig wies er ihre Mutter in die Garageneinfahrt ein und ging ganz zittrig zu ihrer Tür. Als sie ausstieg, dachte er nur: “Das ist sie. Eine Wahnsinns-Frau!” Die beiden blickten sich tief in die Augen, dann umarmten sie sich scheu. Als ihre Mutter ausstieg, gab er ihr ganz schüchtern die Hand, sie musste bemerkt haben wie er zitterte. Schnell ging er wieder zu seiner Freundin und wollte nie wieder von ihrer Seite weichen. Er führte sie ins  Haus, wo sie von seiner Mutter begrüßt wurden. Es war Nachmittags, also wurden Kaffee und Kuchen aufgetischt. Die beiden waren so aufgeregt, dass sie kaum etwas aßen. Sie sahen sich die ganze Zeit nur verträumt an und bekamen gar nicht bewusst mit, worüber ihre Eltern redeten. Alle entschieden sich dafür, einen kleinen Spaziergang im anliegenden Wald zu unternehmen. Ganz zurückhaltend nahm er erst jetzt ihre Hand, und es war ein unbeschreibliches Gefühl. Er wollte sie am liebsten nie wieder loslassen; diese warme, zarte, zärtliche Hand. Die beiden hörten Musik über ihren iPod, natürlich teilten sie sich ein Headset und waren sich dementsprechend nahe. Der Spaziergang ging extrem schnell vorüber, und danach wollten sie schon wieder zurück fahren, mit ihm im Anhang. Die beiden waren immer noch auf Wolke 7.

Fortsetzung folgt…

(Wichtiger Hinweis: Diese Geschichte könnte in Teilen an reale Gegebenheiten angelehnt sein. Sollte die Story jemandem persönlich zu nahe treten, ändere ich sie gerne geringfügig ab.)

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Zu schön um wahr zu sein – Teil 1

Sie lernte ihn im Internet kennen, in einem öffentlichen Online-Chat. Da das allgemeine Niveau dieses Chats sehr sexuell angehaucht war, und sie las, dass ihn das ebenso nervte wie sie selbst, entschloss sie sich dazu, ihn anzuschreiben um ihn kennen zulernen. Sie verstanden sich auf Anhieb, chatteten stundenlang, bis sie sich doch mal dazu durchrangen, den Tag ausklingen zu lassen und sich für den nächsten Tag im selben Chatroom zu verabreden. Sie freuten sich beiden schon den ganzen Tag darauf, endlich wieder miteinander chatten zu können. Dementsprechend überschwänglich war auch ihre Laune, als sie abends endlich wieder miteinander schreiben konnten. So ging es eine ganze Zeit lang, jeden Tag verstanden sie sich besser. Wenn es ihr schlecht ging, tröstete er sie, wenn er sich aufregte, beruhigte sie ihn. Es war eine ideale, harmonische Freundschaft. Aber sie waren beide Singles. Und so kam es nach etwa einem Monat, wie es kommen musste: Die Sehnsucht nach einer Beziehung, nach einem festen Partner wuchs und wuchs auf beiden Seiten. Eines Tages war es dann so weit: Er traute sich, ihr zu schreiben, dass er sie liebte – zum Glück basierte das auf Gegenseitigkeit. Nun, da sie Hals über Kopf ineinander verliebt waren, wollten sie sich natürlich auch bald treffen. Das Problem war nur die Entfernung: Er legte sich schließlich nur für sie eine BahnCard zu, um vergünstigt reisen zu können. Aber das Schicksal nahm eine glückliche Wendung: Ihre Mutter erklärte sich bereit, sie zu ihm zu fahren, damit die beiden endlich zueinander finden konnten.

Teil 2

(Wichtiger Hinweis: Diese Geschichte könnte in Teilen an reale Gegebenheiten angelehnt sein. Sollte die Story jemandem persönlich zu nahe treten, ändere ich sie gerne geringfügig ab.)

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