Dann war es so weit: Die Sommerferien waren endlich da. Freitags wollte ihre Mutter sie zu ihm fahren. Sie hatten vereinbart, dass sie ihn dann zu sich nach Hause mitnehmen würden, wo er eine Woche bleiben dürfte, bis sie ihn wieder nach Hause brächten. Die beiden waren aufgeregt wie noch nie; es war genauso seine erste Beziehung wie ihre. Donnerstag auf Freitag Nacht konnte er überhaupt kein Auge zumachen, sein Puls war in höchsten Höhen, an Entspannung war nicht zu denken – ihr ging es ähnlich. Seine Koffer standen schon lange fertig gepackt in seinem Zimmer. Der lange ersehnte Tag war endlich da. Endlich könnten sich beiden sehen, umarmen, fühlen. Es war ein unglaubliches Gefühl, diese Erwartung. Ihre Mutter beschwerte sich schon im Auto, dass sie ihm quasi minütlich SMS schrieb, aber davon ließ sie sich nicht abbringen. Als dann ihre SMS kam, in der sie ihm mitteilte, dass se schon im Ort wären, rannte er auf die Straße, lief ganz nervös mit Herzrasen auf und ab, und hatte schon Angst er würde hyperventilieren. Da kam endlich das Auto mit ihrem Kennzeichen, das er schon kannte und natürlich erkannte, die Straße herauf gefahren. Für ihn stand einen Moment lang die Welt still, er konnte gar nicht glauben, dass dieser Moment Wirklichkeit war. Wieder geistesgegenwärtig wies er ihre Mutter in die Garageneinfahrt ein und ging ganz zittrig zu ihrer Tür. Als sie ausstieg, dachte er nur: “Das ist sie. Eine Wahnsinns-Frau!” Die beiden blickten sich tief in die Augen, dann umarmten sie sich scheu. Als ihre Mutter ausstieg, gab er ihr ganz schüchtern die Hand, sie musste bemerkt haben wie er zitterte. Schnell ging er wieder zu seiner Freundin und wollte nie wieder von ihrer Seite weichen. Er führte sie ins Haus, wo sie von seiner Mutter begrüßt wurden. Es war Nachmittags, also wurden Kaffee und Kuchen aufgetischt. Die beiden waren so aufgeregt, dass sie kaum etwas aßen. Sie sahen sich die ganze Zeit nur verträumt an und bekamen gar nicht bewusst mit, worüber ihre Eltern redeten. Alle entschieden sich dafür, einen kleinen Spaziergang im anliegenden Wald zu unternehmen. Ganz zurückhaltend nahm er erst jetzt ihre Hand, und es war ein unbeschreibliches Gefühl. Er wollte sie am liebsten nie wieder loslassen; diese warme, zarte, zärtliche Hand. Die beiden hörten Musik über ihren iPod, natürlich teilten sie sich ein Headset und waren sich dementsprechend nahe. Der Spaziergang ging extrem schnell vorüber, und danach wollten sie schon wieder zurück fahren, mit ihm im Anhang. Die beiden waren immer noch auf Wolke 7.
Fortsetzung folgt…
(Wichtiger Hinweis: Diese Geschichte könnte in Teilen an reale Gegebenheiten angelehnt sein. Sollte die Story jemandem persönlich zu nahe treten, ändere ich sie gerne geringfügig ab.)
