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Keine Angst vor Neuem

Posted on:2. Januar 2015

Author:Markus Köhler

Category:Denkanstöße

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Jeder von uns ist mehr oder weniger oft Veränderungen ausgesetzt. Ich habe an mir selbst erlebt, wie viel Angst man vor Neuem haben kann, aber ich selbst bin auch ein gutes Beispiel dafür, wie man mit der richtigen Einstellung optimistisch an neue Situationen herangeht und so die ganz natürliche Angst vor dem Unbekannten überwinden kann.

Nehmen wir mal das Beispiel Jobwechsel, oder ganz am Anfang: Berufseinstieg. Als ich mich mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife zum Ende der 12. Klasse vom Gymnasium verabschiedete, war die Zukunft für mich eine einzige große Unbekannte. Was würde ich tun? Wo würde ich später arbeiten? Das einzige, was ich wusste, war: Ich würde eine dreijährige Ausbildung (oder ein freiwilliges soziales Jahr) machen müssen, um später Perspektiven in Form eines Fachhochschulstudiums zu haben. Ich hatte recht vage Ziele: Ich wollte „Programmierer“ werden. Ein Computer-Job. Dessen Anforderungen, wie ich gehört hatte, äußerst hoch sein können. Manche Firmen fordern da ein Studium oder ein sehr gutes Abitur – ich hatte nichts dergleichen, hatte noch nicht einmal mittelmäßige Noten im Abgangszeugnis vom Gymnasium. Einzig und allein in Informatik ein „Sehr Gut“. Auf mich allein gestellt hätte ich es wohl sehr schwer gehabt, eine Ausbildung zu finden. Aber ich hatte das unbeschreibliche Glück, dass mein Vater seine Beziehungen als Teamleiter bei der Telekom spielen lassen konnte – und ich so auf einer berufsmesse in Mannheim mit der stellvertretenden Leiterin des Ausbildungszentrums Karlsruhe der Telekom Ausbildung in Kontakt kam. Eine Handvoll eMails und Telefonate später hatte ich den Ausbildungsplatz als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung sicher. Die Freude darüber war unbeschreiblich – doch ich wusste natürlich auch, dass es schwer würde. Aber von hohen Anforderungen an Mathematik oder Allgemeinwissen habe ich nicht sehr viel gemerkt in der Ausbildung, einzig Wirtschaftskunde und BWL in der Berufsschule machten mir etwas zu schaffen, der Rest ging „locker vom Hocker“ und dank meiner hobbymäßigen Erfahrungen konnte mir fachlich auch niemand wirklich was vormachen während der gesamten Ausbildung und ich konnte als vollwertige Arbeitskraft eingesetzt werden. Vor den Berufsschulprüfungen hatte ich dann aber wieder ordentlich Bammel, da ich mich ja schon um das Abitur gedrückt hatte aufgrund einerseits Prüfungsangst und Bequemlichkeit, andererseits aber auch Zielstrebigkeit – für eine Ausbildung reichte eben Fachhochschulreife locker aus. In der Tat fiel es mir schwer, für die Schulprüfungen zu lernen und ich musste mich gewissermaßen durchbeißen. Aber es hat sich gelohnt, ein Durchschnitt von 2,3 war das Ergebnis – wirklich mit sehr viel Panik und Stress erarbeitet. Vor der IHK-Prüfung einen Monat später hatte ich dann wieder ordentlich Angst, es fiel mir schwer, optimistisch zu sein. Und am 22. Juli 2014 stand ich dann da vor dem Prüfungssaal, mein Kollege aus der Ausbildung kam aus dem Saal und teilte mir mit, dass er bestanden hatte und es eigentlich ganz einfach ist. In diesem Moment wusste ich nicht, sollte ich mich freuen es so einfach zu haben oder sollte ich Panik haben, da ich bestimmt einen Fehler machen werde? Ich machte keinen wesentlichen Fehler und war eine halbe Stunde später wieder mit meiner IHK-Bescheinigung in „Freiheit“. Rückblickend war diese Ausbildung und alle Entscheidungen, das selbstgesetzte Lernpensum und überhaupt ich als Person genau der Richtige für eine Ausbildung. Ein Studium hätte ich nicht ausgehalten, nur in Hörsäälen zu sitzen und seitenweise Vorträge mitzuschreiben, nein, das ist nichts für mich. Ich habe alle Entscheidungen richtig getroffen, und so hat sich dieses ehemals schwarze Loch nach dem Gymnasium mit etwas durch und durch positivem gefüllt.

Nun stehe ich vor der Situation, am 7.1.2015 einen neuen Arbeitsplatz anzutreten, nach dem halben Jahr Arbeitnehmerüberlassung von Hays Temp an die Hays AG hat mich Hays Temp für das nächste halbe Jahr an Rockwell Collins in Heidelberg vermittelt – und die Zeichen für Übernahme und Festanstellung stehen gut. Nur ist da wieder dieses Ungewisse: wie wird die Firma sein, wie die Kollegen? Wie werde ich mich anstellen? Werde ich in Fettnäpfchen treten? Wird es eine Work-Life-Balance geben? Falls nicht, würde ich sie vermissen? Alles Fragen, auf die ich bis zum 7.1.15 keine Antwort haben werde, aber danach ganz schnell. Und wenn ich meine Vergangenheit auf meine Zukunft projiziere, kann ich sagen: Ich werde mit viel Spaß und großem Erfolg die nächsten Jahr im Job meistern und äußerst zufrieden sein. Da ist kein schwarzes Loch mehr in meiner Zukunft. Wenn ich die Ausbildung so erfolgreich geschafft habe, trotz Zweifel und Ängsten, dann schaffe ich auch den neuen Job und die damit verbundenen neuen Aufgaben und die Verantwortung. Wichtig ist nur, immer an sich selbst zu glauben.

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One comment
  • Viktoria BlackSara
    Posted on 2. Januar 2015 at 0:54

    Ich bin davon überzeugt, dass du es hervorragend meistern wirst. 🙂

    Aus Erfahrung weiß ich, wie aufgeregt man ist und wie schwer manchmal sich in einem neuen Job einzuleben. Doch wenn man immer „ich selbst“ bleibt, kann nichts schief gehen.

    Daumen drück 🙂

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