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Cyber-Kriminalität

Posted on:8. Februar 2015

Author:Markus Köhler

Category:IT

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Cyber-Kriminalität lässt sich unterteilen in Computer-Kriminalität und Internet-Kriminalität. Unter Computer-Kriminalität im engeren Sinn wird zum Beispiel Computersabotage oder Ausspähen von Daten inkl. Vorbereitungshandlungen verstanden. Im weiteren Sinn zählen zu Computer-Kriminalität beispielsweise Phishing im Onlinebanking, DDoS-Attacken oder das Herstellen und Verbreiten von Hacker-Tools. Für Computer-Kriminalität ist per Definition nur ein Computer, nicht aber ein Zugang zum Internet nötig. Dagegen fallen unter Internet-Kriminalität Delikte wie etwa Identitätsdiebstahl, Urheberrechtsverletzungen, Cyber-Terrorismus und auch Cyber-Mobbing.

Gemäß BKA-Lagebild wurden im Jahr 2012 fast 64.000 Fälle von Computerkriminalität im engeren Sinn und gar knapp 230.000 Fälle von Computerkriminalität im weiteren Sinn und Internetkriminalität erfasst. Macht insgesamt 294.000 Straftaten im Bereich von Computer und Internet, also 805 Straftaten am Tag. Im Durchschnitt wurde also jeder 274. Bundesbürger Opfer von Cyber-Kriminalität. Das scheint einerseits viel, andererseits wenig zu sein. Aber Tatsache ist, diese Zahlen werden steigen. Mit der zunehmenden Technisierung und Internetanbindung sowie dem bundesweiten Breitbandausbau wird es immer einfacher, immer schwerwiegendere Cyber-Angriffe über das Internet zu starten. Selbstverständlich befinden sich die Täter der in der Kriminalitätsstatistik des BKA erfassten Straftaten nicht alle in Deutschland, denn das Internet ermöglicht schließlich durch weltweite Vernetzung auch weltweite Angriffe.

Betrachtet man die DDoS-Statistiken meines Unternehmens (KMS Hosting), kommt hochgerechnet auf ein Jahr auf jeden Kunden ziemlich genau ein DDoS-Angriff. Also 274 Mal mehr als im Bundesdurchschnitt. Jeden einzelnen dieser Angriffe wehrt unsere DDoS-Protection Cloud erfolgreich ab, mir liegen keine Zahlen über erfolgreiche – also den Kunden oder unser Netz beeinträchtigende – Angriffe vor. Ergänzend ist anzumerken, dass nach einem erfolgten Angriff der Kunde für 7 Tage in unserer DDoS-Protection Cloud steckt, innerhalb dieser 7 Tage werden Folge-Angriffe nicht geloggt. Das heißt, die reale Zahl der Angriffe ist höher. Allerdings muss man auch False Positives herausrechnen, also wenn die Filter aufgrund erhöhter Zugriffszahlen greifen, obwohl kein DDoS stattfindet. Also gemittelt wieder ein Angriff pro Kunde pro Jahr. Das ist auch nicht verwunderlich, da wir mit unserer DDoS-Protection werben und diese an den zwei Standorten in Frankfurt schnell weiter ausbauen werden, um auch gewerblichen Kunden und schnell steigenden Kundenzahlen den bestmöglichen Schutz zu bieten.

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