Alles was bleibt

Wenn man zurückblickt, zurück auf die Zeit vor 4 Jahren, vor 2 Jahren, und einem halben Jahr – fragt man sich für jede Situation: Welche Erfahrungen habe ich daraus gezogen? Welchen Vorteil hat es mir gebracht? War es eine schöne oder weniger schöne Zeit? Natürlich, rückblickend sieht man alles eher distanziert, die ehemals so schönen Dinge werden viel zu negativ bewertet. Aber wenn man sich mal um 180 Grad wendet und nach vorne schaut, in die Zukunft – was kommt dann? Soll es genauso weitergehen wie in der Vergangenheit? Wieder dauerhaft von einer Situation in die nächste zu kommen, die man in weiterer Zukunft rückblickend so negativ wertet? Etwas anderes bleibt einem wohl kaum übrig. Aber man sollte auch den wirklich positiven Momenten des Lebens Beachtung schenken. Alles was bleibt sind Erinnerungen – aber es können auch schöne Erinnerungen sein. Schöne Erinnerungen an eine erfahrungsreiche Vergangenheit, und Dankbarkeit gegenüber bestimmten Personen, auch wenn man nicht mehr mit ihnen spricht…

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Zu viele Vorurteile

Wieso muss man sich immer sofort ein felsenfestes erstes Bild machen? Sicher, jeder hat so seine Vorstellungen und Erwartungen an sein Gegenüber. Aber wenn diese (scheinbar) nicht erfüllt werden, den Kontakt sofort komplett zu unterbinden, ist schon eine sehr drastische Maßnahme. Wie kann man auch nach einem Abend Chat sagen, ob das Gegenüber sympathisch ist oder nicht? Auch anhand des Profilbildes, das man nach einem Austausch der ICQ-Nummer oder des Skype-Namens sehen kann, sollte doch noch kein Grund bestehen, jemanden direkt oder nach ein paar Sätzen zu blockieren – und zwar dann wenn der Online-Chat schon lange beendet ist, so dass eine erneute Kontaktaufnahme nicht mehr möglich ist. Warum muss die Welt so ungerecht sein?

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Christian Anders – Einsamkeit hat viele Namen

Einsamkeit hat viele Namen
viele Namen
doch einen nur für mich.
Einsamkeit kann nur bedeuten das verlorene Glück
die endlose Zeit ohne dich.

Ich habe gesagt
geh’ wenn du willst
darauf bist du gegangen.
Ich hab’ gesagt
mir ist es gleich
so hat es angefangen.
Ich hab’ getan
als wär’ für mich
alles nur ein schöner Traum.
Es ist nicht wahr
das ist mir heute klar.

Einsamkeit hat viele Namen
viele Namen und mehr als ein Gesicht.
In der Welt der Lichtreklamen
zeigt man was man besitzt
doch was man fühlt zeigt man nicht.

Und ein Wort wär’ die Rettung für sie -
doch das Wort
ja das Wort
es kommt nie.
Tage
sie ziehn sinnlos dahin
als wärst du nie gewesen
als hätt’ ich das
was mit uns war
nur irgendwo gelesen.
So schwer wie Blei ist jeder Schritt
denn er führt mich weg von dir.
Ich bin allein
du bist nicht mehr bei mir.

Einsamkeit hat viele Namen
viele Namen
doch einer nur für mich.
Einsamkeit kann nur bedeuten
das verlorene Glück
die endlose Zeit ohne dich -
die Zeit ohne dich.

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Natur des Menschen

Zitat

Es liegt in der Natur des Menschen, Abhängigkeiten nur in ihrer Umkehrung zu akzeptieren.
So sieht der Mensch die Sonne sich um die Erde drehen,
doch nicht die Kälte, die in der Nacht herrscht.
So sieht der Mensch sich im Leben stehen,
doch nicht das Schicksal, das sein Handeln bestimmt.
So sehen wir ein Blatt fallen und bilden uns ein zu wissen, woher der Wind weht.

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Die ideale Frau

(Die große Frage hier: Schreibe ich in einem Stil, dass mich 2/3 aller Frauen hassen, weil die Beschreibung nicht auf sie zutrifft, oder in einem Stil, weswegen mich 2/3 der jugendlichen Leser als schwul abstempeln, oder doch eher in einem Stil, bei dem die Frauen sagen “Oh man, so eine Frau möchte ich sein!” und die Jugendlichen meinen “Meine Fresse, der Typ hat Recht!”? Ich denke, ich versuche letzteres…)

Sie ist bildhübsch, hat langes, etwas widerspenstiges Haar, ein etwas rundliches Gesicht, süß wie ein Engel, mit einer Aura, die jeden Mann in ihrer Gegenwart kurz innehalten lässt. Eine Aura, dank der sie nicht mal einen großen Ausschnitt zeigen muss, damit man sich sagt: “Wow.” Eine lebensfrohe Persönlichkeit, die immer ein Lächeln auf den Lippen hat und jeden Spaß versteht. Einen Charakter, dass man mit ihr über alles reden kann und sie nicht direkt ausrastet oder egozentrisch wird. Sie ist eine, mit der man abends genauso gut vorm Fernseher landen kann um “How I Met Your Mother” zu sehen, wie man mit ihr an einem anderen Abend zu Discofox-Musik bis zur Atemlosigkeit eng aneinander geschmiegt durchs Wohnzimmer wirbeln kann. Eine Frau, die Karriere genau im richtigen Maß mit Familie verbindet, der eine Ausgewogenheit zwischen Selbstaufgabe und Entspannung am Herzen liegt – an ihrem großen, hilfsbereiten Herz, durch das sie jeden mit dem sie spricht erfreuen kann. Einfach eine lebensfrohe Persönlichkeit, die ihren Partner mit allen seinen Macken liebt. Doch wo ist sie, diese Frau?

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Kein Alkohol am Steuer!

Eine Frau stand im Supermarkt und sah einen kleinen Jungen, der eine Puppe kaufen wollte, aber nicht genug Geld dabei hatte. Er war ganz traurig, darum ging sie zu ihm und fragte ihn, für wen er denn die Puppe haben wollte. Er sagte, seine Schwester hatte sich die Puppe so sehr zu Weihnachten gewünscht. Die Frau meinte, der Weihnachtsmann brächte sie ihr ganz bestimmt. Da sagte der Junge traurig, dass der Weihnachtsmann da, wo seine Schwester jetzt war, keine Puppe mehr hinbringen könnte und dass er sie seiner Mutter geben möchte, die bald zu seiner Schwester gehen werde. Seine Augen waren ganz traurig, als er sagte: “Meine Schwester ist jetzt bei Gott und Daddy sagt, dass Mummy auch bald zu Gott geht, und da kann sie die Puppe doch mitnehmen.” Der Frau blieb fast das Herz stehen. Er sagte, er habe seinem Vater gesagt, dass er Mummy sagen soll, dass sie noch auf ihren Sohn warten soll. Er zeigte der Frau ein Foto von sich, das seine Mummy auch mitnehmen sollte, damit sie ihn nicht vergisst. “Ich liebe meine Mami und wünschte, sie würde nicht fortgehen, aber Daddy sagt, dass sie zu meiner kleinen Schwester gehen muss.” Darauf meinte die Frau, komm wir schauen nochmal, ob du nicht doch genug Geld dabei hast und zückte ihre Geldbörse. Ohne dass er es merkte, steckte sie etwas von ihrem Geld zu seinem und sie zählten nochmal. Es reichte für die Puppe und es blieb sogar noch etwas übrig. Der Junge war begeistert und sagte, dass er letzte Nacht zu Gott gebetet hatte, dass er ihm genug Geld für die Puppe gibt. “Jetzt habe ich sogar noch genug Geld für eine weiße Rose. Mama liebt weiße Rosen.” Die Frau beendet ihre Einkäufe und der Junge geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Dann erinnert sie sich an einen Zeitungsartikel vor ein paar Tagen, in dem stand, dass ein Trucker in ein Auto gefahren sei, in dem eine junge Frau und ein Kind saßen. Das Kind starb sofort und die Frau schwebte in Lebensgefahr. Die Familie musste entscheiden, ob sie die Maschinen abstellen lassen wollen, weil die Frau nie mehr aus dem Koma erwachen würde. War das die Familie des kleinen Jungen? Zwei Tage später las sie, dass die Frau gestorben war. Sie konnte nicht anders, kaufte einen Strauß weiße Rosen und fuhr zum Beerdigungsinstitut, wo die junge Frau aufgebahrt war. Da lag sie, mit einer weißen Rose in der Hand, einem Foto ihres Sohnes über der Brust und der Puppe neben ihr. Die Frau verließ das Gebäude tränenüberströmt und wusste, dass sich ihr Leben verändert hatte. Die Liebe des kleinen Jungen zu seiner Mutter und seiner Schwester war so schwer nachvollziehbar und in einer Sekunde hatte ein betrunkener Trucker das Leben des Jungen zerstört.

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Zu schön um wahr zu sein – Teil 2

Teil 1

Dann war es so weit: Die Sommerferien waren endlich da. Freitags wollte ihre Mutter sie zu ihm fahren. Sie hatten vereinbart, dass sie ihn dann zu sich nach Hause mitnehmen würden, wo er eine Woche bleiben dürfte, bis sie ihn wieder nach Hause brächten. Die beiden waren aufgeregt wie noch nie; es war genauso seine erste Beziehung wie ihre. Donnerstag auf Freitag Nacht konnte er überhaupt kein Auge zumachen, sein Puls war in höchsten Höhen, an Entspannung war nicht zu denken – ihr ging es ähnlich. Seine Koffer standen schon lange fertig gepackt in seinem Zimmer. Der lange ersehnte Tag war endlich da. Endlich könnten sich beiden sehen, umarmen, fühlen. Es war ein unglaubliches Gefühl, diese Erwartung. Ihre Mutter beschwerte sich schon im Auto, dass sie ihm quasi minütlich SMS schrieb, aber davon ließ sie sich nicht abbringen. Als dann ihre SMS kam, in der sie ihm mitteilte, dass se schon im Ort wären, rannte er auf die Straße, lief ganz nervös mit Herzrasen auf und ab, und hatte schon Angst er würde hyperventilieren. Da kam endlich das Auto mit ihrem Kennzeichen, das er schon kannte und natürlich erkannte, die Straße herauf gefahren. Für ihn stand einen Moment lang die Welt still, er konnte gar nicht glauben, dass dieser Moment Wirklichkeit war. Wieder geistesgegenwärtig wies er ihre Mutter in die Garageneinfahrt ein und ging ganz zittrig zu ihrer Tür. Als sie ausstieg, dachte er nur: “Das ist sie. Eine Wahnsinns-Frau!” Die beiden blickten sich tief in die Augen, dann umarmten sie sich scheu. Als ihre Mutter ausstieg, gab er ihr ganz schüchtern die Hand, sie musste bemerkt haben wie er zitterte. Schnell ging er wieder zu seiner Freundin und wollte nie wieder von ihrer Seite weichen. Er führte sie ins  Haus, wo sie von seiner Mutter begrüßt wurden. Es war Nachmittags, also wurden Kaffee und Kuchen aufgetischt. Die beiden waren so aufgeregt, dass sie kaum etwas aßen. Sie sahen sich die ganze Zeit nur verträumt an und bekamen gar nicht bewusst mit, worüber ihre Eltern redeten. Alle entschieden sich dafür, einen kleinen Spaziergang im anliegenden Wald zu unternehmen. Ganz zurückhaltend nahm er erst jetzt ihre Hand, und es war ein unbeschreibliches Gefühl. Er wollte sie am liebsten nie wieder loslassen; diese warme, zarte, zärtliche Hand. Die beiden hörten Musik über ihren iPod, natürlich teilten sie sich ein Headset und waren sich dementsprechend nahe. Der Spaziergang ging extrem schnell vorüber, und danach wollten sie schon wieder zurück fahren, mit ihm im Anhang. Die beiden waren immer noch auf Wolke 7.

Fortsetzung folgt…

(Wichtiger Hinweis: Diese Geschichte könnte in Teilen an reale Gegebenheiten angelehnt sein. Sollte die Story jemandem persönlich zu nahe treten, ändere ich sie gerne geringfügig ab.)

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Warum sind die Gedanken frei?

Es kann manchmal grausam sein, wenn die Gedanken abschweifen. Wenn man sich nicht auf eine Sache konzentrieren kann… Erst nahm man sich vor, Wochenberichte für die Ausbildung zu schreiben. Nach dem ersten Wochenbericht schweifen die Gedanken ab zu aktuellen Webprojekten, zum lokalen HP Proliant-Server mit Linux, auf dem – wie man sofort feststellt – der MySQL-Server und phpMyAdmin als Debian-Packages noch nciht richtig funktionieren, schnell wird das umgestellt, dann ärgert man sich, dass PMA keine Verbindung zu den korrekt konfigurierten Tabellen für die erweiterten Interface-Funktionen bekommt. Aber gleichzeitig hört man noch einen zweistündigen Discofox-Remix, und muss darum immer wieder daran denken, wie gerne man doch tanzen würde, sich einfach gehen lassen zur Musik, mit einer sympathischen Tanzpartnerin, in einer Nacht die nie endet – aber wo hat man zu einem echten Tanz heutzutage noch Gelegenheit außer auf Hochzeiten… Dann sind da wieder die Gedanken über MySQL, die sofort den Gedanken an das eigene, momentan größte und vor allem für eine Person viel zu überdimensionierte Web-Projekt weichen. Nächster Gedanke: Hm… ich sollte meine Server-Administratoren jederzeit erreichen können. Muss die beiden nach ihren Handynummern fragen. Apropos Handynummern: Wie spricht man eine sympathisch scheinende Dame an, ohne dass sie gleich den Abflug macht und ergattert im Besten Fall noch ihre Handynummer? Und wie sieht man dazu am besten aus? Kann das auch in der Disco funktionieren? Sollte man möglicherweise mit Freunden “Kennen Sie Ted?” spielen, wie in How I Met Your Mother? Nächster Gedanke: Ach, gäbe es in meinem Leben doch auch mal einen Abend wie in Staffel 1 Folge 13 (“Traum und Wirklichkeit”), selbst wenn er wie in Folge 14 enden sollte, es wäre traumhaft. Aber darauf muss man wohl noch etwas warten. Weiter in den Gedanken: Oh nein, nächste Woche in der Berufsschule gut 3 Klassenarbeiten. So ist es eben, wenn man nur 12 Wochen Schule pro Jahr hat. Aber Gemeinschaftskunde, IT-Sys und Wirtschaftskunde – da sollte man doch schon etwas für lernen, um den momentanen Durchschnitt von 1,6 halten zu können – ach nein, keine Lust. Oh mein Kaffee ist leer… neuen Kaffee machen, wieder mit so einer traumhaften Crema dank 19 Bar Druck; Espresso oder Lungo? Volluto, Arpeggio, Ristretto oder doch lieber Dulsao, Indrya oder Rosabaya? Ach, auf gut Glück. Oh, mein Fernseher war ja schon eine gute Anschaffung, brauche nur noch eine 3D-Brille. Oder besser gleich zwei? Ach mein Gehalt ist ja schon verplant bevor ich es überhaupt habe. Oh ja, ein neuer, zusätzlicher, leistungsfähigerer Homeserver muss her, ein RAID-Case für mehr Festplattenkapazität, eventuell einen Server-Schrank für meinen 19”-Rackserver? Dann wäre ja auch ein Managed-Switch schön, ein zweiter Rackserver, dann aber mit Windows Server 2008 R2, und entsprechend RAID-Einschübe für den 19”-Serverschrank. Und wann will ich mir eigentlich die automatische Haussteuerung leisten? IP-Steckdosenleisten? Einen Router mit besserem WLAN, und Gigabit-LAN-Ports? Und das iPhone 4S? Lohnt sich das? Ach, der Discofox-Remix läuft ja immernoch. Oh ich will tanzen.

Q.E.D.

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Der perfekte Moment

Es gibt so viele schöne Momente – egal ob das Nächte in der Disco mit den besten Freunden sind, an einem Klaviervorspiel vor so vielen Leuten zu spielen, einfach mal ein guter Song den man laut mitsingt, sich im Job von so vielen Kollegen bestätigt zu fühlen, oder – einfach nur einsam zuhause vor dem PC auf Facebook die Seite einer tollen Frau anzustarren und zu wissen, dass man sie doch mindestens einmal die Woche sieht, sie aber absolut rein gar nichts davon ahnt. Letzterer Moment wird einfach dadurch perfekt, dass er nie vergehen muss. Er wird nicht zwangsweise vom nächsten einigermaßen erträglichen Moment abgelöst, er ist solange er sein soll. Er kann nie vergehen, weil man ihn mit niemandem teilt der ihn zerstören könnte. Und man zerstört ihn selbst nicht, indem man ebendiese Frau einfach anschreibt, denn dann steuert man mit Lichtgeschwindigkeit in eine 50%ige Chance, dass sie total abwertend und ignorant, egozentrisch, abweisend und verletztend re-agiert. Es ist wirklich keine zufällige Aktion, sondern eine Reaktion, bedingt durch eigenes Verschulden – unverzeihbar. Darum lässt man den Moment doch einfach gerne Moment sein. Und im Grunde kann doch jeder Moment einer der schönsten im Leben sein, man muss ihn nur als solchen erkennen. Und auch wenn er vergeht – in Erinnerung bleibt er bis in alle Ewigkeit als dieser eine, so besondere Moment, den nur man selbst genau so erlebt hat, und der selbst wenn man ihn teilen wollte – was nur leichtsinnig wäre – nicht (mit)teilbar ist. Er bleibt für immer: dieser eine perfekte Moment.

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